Erfolg um jeden Preis? Songcheck: „Whatever it takes“ von Imagine Dragons

Ich muss es schaffen! Wenn ich nur einen Fehler mache, dann fressen mich die Geier. Angst vorm Scheitern. Keiner will das – eigentlich wollen die meisten gerne die Besten sein. Mein persönlicher Songcheck von Imagine Dragons‘ „Whatever it takes“ – YOU FM zusammen mit den Kirchen in Hessen.



Veröffentlicht: YOU FM, Hessischer Rundfunk, 18. Februar 2018
Autor und Sprecher: Matthias Alexander Schmidt
Redaktion: Beate Hirt, katholische hr-Senderbeauftragte


Ich muss es schaffen! Wenn ich nur einen Fehler mache, dann fressen mich die Geier. In „Whatever it takes“ von Imagine Dragons geht’s um die Angst vorm Scheitern. Keiner will das – eigentlich wollen die meisten gerne die Besten sein.

Falling too fast to prepare for this Tripping in the world could be dangerous Everybody circling it’s vulturous Negative, nepotist Everybody waiting for the fall of man Everybody praying for the end of times Everybody hoping they could be the one I was born to run, I was born for this

Selbstzweifel kenne ich. Ich arbeite als Journalist. Wenn ich einen Text abgebe, denke ich manchmal: ob der wirklich gut genug ist? Andere sind schon viel länger im Geschäft als ich. Aber deshalb aufgeben? Kommt nicht in Frage, singt auch Daniel Reynolds von Imagine Dragons:

Whatever it takes, ‚Cause I love the adrenaline in my veins, I do whatever it takes

Für den Erfolg wirklich alles tun – ohne Rücksicht auf Verluste. So klingt es bei Imagine Dragons. Hört sich irre anstrengend an! Ich will nicht märtyrermäßig alles im Leben dem Erfolg opfern! Reynolds singt auch von einem Gleichnis in der Bibel: The Prodigal Son – der Verlorene Sohn: er geht von zuhause weg, und will ganz groß rauskommen – aber er scheitert total kläglich. Also geht er wieder zurück – und sein Vater empfängt ihn mit offenen Armen.

Looking at my years like a martyrdom Everybody needs to be a part of ‚em Never be enough, I’m the prodigal son I was born to run, I was born for this

Das Gleichnis gefällt mir. Der Vater steht für Gott, der mir sagt: Wenn ich Erfolg habe, ist das super! Und wenn ich es mal nicht schaffe, liebt er mich auch.